Fortpflanzung und Aufzucht



Bartagamen sind ovipar, d.h. sie legen Eier. Ein trächtiges Weibchen erkennt man an der vermehrten Futteraufnahme und dem zunehmendem Bauchumfang (oft ist die Trächtigkeit aber nicht erkennbar).

Während der Trächtigkeit ist es wichtig, dem Weibchen zusätzlich Mineralien (Kalk, Sepiaschale) und Vitamine zu verabreichen, da diese auch zur Bildung der Eierschale benötigt werden.

Nach ca. 5 Wochen beginnt das Weibchen mit Probegrabungen für das Gelege. Dazu muss die Höhe des Bodengrunds mindestens der Kopf-Rumpf-Länge des Tieres entsprechen. Es sollten mehrere Grabmöglichkeiten mit unterschiedlichen Temperaturen zur Auswahl stehen. Damit die Löcher nicht einfallen, ist der Bodengrund in diesen Regionen anzufeuchten. Hat das Weibchen eine geeignete Stelle gefunden, legt es die Eier ab und scharrt das Loch mit den Beinen zu. Zwischendurch verdichtet es den Bodengrund durch Stöße mit dem Kopf.
 

Seit dem Jahr 2008 benutze ich Eiablageboxen aus Plastik, die immer angenommen wurden.
So kann man ausschliessen, dass das Terrariumholz nicht aufquillt.

Die Anzahl der Eier ist abhängig von der Größe und dem Alter der Weibchen. Artabhängig legen sie zwischen 10 und 30 weichschalige Eier (Pogona vitticeps auch über 40). Die Eier werden nach der Ablage aus dem Terrarium entnommen (meine Erfahrung haben gezeigt, dass man Eier bis zu 12 Stunden nach der Eiablage noch drehen kann, ohne dass es dem Embryo schadet) und in einen Behälter mit geeignetem Brutsubstrat (Vermiculit) gelegt. Die Behälter werden anschließend in einem vorbereiteten Inkubator bei 26°C-30°C und einer Luftfeuchtigkeit von 90- 100% gezeitigt. Während der Inkubationszeit wachsen die Eier und nehmen an Gewicht zu.

Ich persönlich werde keine Eier mehr markieren, dann auch wenn Eier durch schlüpfendeJungtiere gedreht werden, kommen aus den gedrehten Eiern die Jungtiere ohne Probleme raus.

Sollten Eier nach 2/3 der Inkubationszeit gedreht werden,passiert überhaupt nichts, da das Jungtier schon so in dem Ei fixiert ist, dass der Schlüpfling nicht abstirbt.

Nach 50-70 Tagen zeichnet sich der Schlupf häufig durch das Schwitzen der Eier ab. Der Schlupf selbst kann mehrere Stunden dauern, da sich das Jungtier immer wieder ausruhen muss. Zunächst schlitzt es mit seinem Eizahn die Schale auf, dann streckt es den Kopf heraus und beginnt zu atmen.
 
 

Nachdem sich die Bauchdecke vollständig geschlossen hat, kann man die Jungtiere in ein geeignetes Aufzuchtbecken umsetzen. Die Bedingungen im Terrarium entsprechen denen der adulten Tiere. Nach etwa 2 Tagen sollte man ihnen das erste Mal Futter anbieten. Die vegetarische Kost muss so vielfältig wie möglich sein, da sich ältere Tiere nur noch sehr schlecht an Neues gewöhnen.

Sobald Rangkämpfe erkennbar sind, sind die Tiere in kleinere Gruppen zusammenzusetzen, um Unterdrückung und Schwanzbeißereien zu vermeiden.

Bartagamen wachsen im ersten Jahr sehr schnell und können mit einem Jahr schon die Geschlechtsreife erreichen.


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