Inkubation
Nachdem das Weibchen den Eiablageplatz wieder zugegraben hat, sollte man so schnell wie möglich die Eier ausgraben und sie in einen Inkubator überführen.
Der Inkubator mit den Eibehältern sollte mindestens eine Woche vorher in Betrieb genommen werden, um eine exakte Temperatur einstellen zu können.
Am häufigsten wird Vermiculit als Substrat verwendet, da dieses nicht verpilzen kann und auch sehr gut die Feuchtigkeit hält.
Man legt die Eier, ohne deren Lage zu verändern, zu ca. 2/3 in das trockene Vermiculit. Dann wird mit Hilfe einer Spritze Wasser um die Eier verteilt, ohne die nähere Umgebung der Eier zu befeuchten.
Man rechnet etwas 70-80 ml Wasser auf 100 g Vermiculit, wobei nach meiner Meinung nach die Gelege aus dem U. acanthinuara Komplex auch etwas feuchter inkubiert werden dürfen.
Etwas alle 4 Tage sollten die Boxen geöffnet werden um einen Gasaustausch zu gewährleisten.
Normalerweise braucht man das Substrat während der Inkubation nicht mehr nachzufeuchten.
Sollten die Eier aber einfallen, sollte man die Substratfeuchte erhöhen.
Die inkubierten Eier dürfen auf keinen Fall während der Inkubationsdauer gedreht werden, was zum Absterben der Embryos führen würde.
Die Inkubationstemperatur stellt man bei 30° bis 33° C ein.
Der Schlupf der Jungtiere kündigt sich meistens durch kleine Wassertropfen auf der Eischale an. Dieses muss aber nicht immer zutreffen. Es kann auch sein, dass die Eier leicht einfallen und nach einigen Stunden bemerkt man einen Ritz in der Eischale.
Der ganze Schlupfvorgang kann mehr als 24 Stunden dauern.


Die geschlüpften Jungtiere bleiben solange im Inkubator bis der Dottersack sich vollständig resorbiert hat und die Bauchdecke geschlossen ist.
Man kann auch hergehen und die frisch geschlüpften Jungtiere in einen extra Behälter setzen, der mit feuchtem Zellstoff ausgelegt wird. Auch dieser Behälter wird in den Inkubator gestellt.
Die Jungtiere kommen erst dann in das Aufzuchtterrrarium wenn die Bauchdecke vollständig geschlossen ist.

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